Kapazitätsaufbau in der Verteidigungsindustrie

Verfasst von Simon Vehof am 16.02.2026

Lesedauer: 5 min

Fabrikplanung und Generalplanung für skalierbare Defence-Produktionen

Während viele Industrien primär auf Effizienzsteigerung, Kostendruck und globale Standortoptimierung reagieren, steht die Verteidigungsindustrie vor einer zusätzlichen Dimension: strategische Verantwortung

Produktionskapazitäten sind hier nicht nur wirtschaftliche Ressourcen, sondern Bestandteil sicherheitspolitischer Handlungsfähigkeit. Anders als in stark standardisierten Industrien sind Defence-Produktionssysteme häufig durch diskrete Fertigung, hohe Variantenvielfalt und komplexe Prüf- und Absicherungsprozesse geprägt. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Industrialisierung, Automatisierung und Lieferfähigkeit deutlich an.

Kapazitätsaufbau im Bestand: Wie lassen sich bestehende Defence-Standorte skalieren?

Der Ausbau von Produktionskapazitäten in der Verteidigungsindustrie erfolgt überwiegend innerhalb bestehender Standortstrukturen. In den meisten Fällen handelt es sich um historisch gewachsene Bestandsnetzwerke, deren Entwicklung stark von politischen Rahmenbedingungen und wechselnden Investitionszyklen geprägt war. Der aktuelle Kapazitätsaufbau trifft daher häufig auf infrastrukturellen und technischen Modernisierungsbedarf. 

Im Vordergrund steht die Anpassung und Ertüchtigung vorhandener Gebäude. Neben funktionalen Flächenanpassungen betrifft dies insbesondere die technische Gebäudeausrüstung. Eine Modernisierung bietet daher nicht nur Kapazitätserweiterung, sondern auch die Möglichkeit, Standorte technologisch und wirtschaftlich auf ein neues Niveau zu heben.

Systemspezifik in der Defence-Produktion: Welche Anforderungen entstehen für Fabrik- und Gebäudeplanung?

Charakteristisch für Defence-Produktionen ist zudem ein hoher Grad an Individualität. Schwere oder schwingungssensible Komponenten erfordern Sonderfundamente und spezifische Tragwerkslösungen. Produktions- und Prüfbereiche sind häufig sicherheitskritisch und stellen erhöhte Anforderungen an Gebäudequalität und TGA. Abhängig vom jeweiligen Produkt- und Prozessportfolio können darüber hinaus Genehmigungen nach BImSchG, besondere Laborinfrastrukturen oder Reinraumanforderungen relevant sein.

Erfolgreiche Standortentwicklung in der Verteidigungsindustrie bedeutet daher, Bestandsmodernisierung, technische Komplexität, regulatorische Anforderungen und zukünftige Erweiterungsfähigkeit systematisch miteinander zu verbinden. Diese hohe Systemspezifik setzt sich in der konkreten Ausgestaltung der Produktionsumgebungen fort. Je nach Produktarchitektur und Fertigungslogik unterscheiden sich Anforderungen an Layout, Materialfluss und Infrastruktur erheblich.

Wie unterschiedlich sich Produktions- und Gebäudeanforderungen ausprägen, zeigt sich in den jeweiligen Systemfeldern.

Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus!
Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus!
Bitte wählen Sie mindestens eines der Pflichtfelder aus!
In welchem Defence-Bereich sind Sie aktiv?
Bitte wählen Sie eines der Pflichtfelder aus!
Woraus resultiert aktuell der größte Handlungsdruck?
Woraus resultiert aktuell der größte Handlungsdruck?
Bitte wählen Sie eines der Pflichtfelder aus!
Woraus resultiert aktuell der größte Handlungsdruck?
Bitte wählen Sie eines der Pflichtfelder aus!
Woraus resultiert aktuell der größte Handlungsdruck?
Welche Hauptherausforderung ergibt sich für die Fabrik?
Welche Hauptherausforderung ergibt sich für die Fabrik?
Welche Hauptherausforderung ergibt sich für die Fabrik?
Welche Hauptherausforderung ergibt sich für die Fabrik?
Bitte wählen Sie eines der Pflichtfelder aus!
Die exzellente Aviation Defence Produktion kennzeichnet sich durch...
Die exzellente Naval Defence Produktion kennzeichnet sich durch...
Die exzellente Combat & Land System Defence Produktion kennzeichnet sich durch...
Bitte wählen Sie eines der Pflichtfelder aus!
Die exzellente Supply Chain kennzeichnet sich durch...
Jetzt exzellente Aviation-Defence-Produktion realisieren.
Jetzt exzellente Naval-Defence-Produktion realisieren.
Exzellente Land & Combat-Produktion realisieren
Exzellente Lieferantenumgebung für Defence-Produktion realisieren.
VorherigeNächste
Defence Systems
Aviation Systems

Aviation Systems

Großvolumige Baugruppen und arbeitsstandorientierte Montage prägen Struktur und Layout.

  • Arbeitsstandlogik mit klarer Ressourcen- und Materialführung
  • Takt- und Integrationsstruktur entlang von Prüf- und Zertifizierungsanforderungen
  • Große Spannweiten, hohe Hallen und integrierte Hebetechnik als bauliche Voraussetzung
Naval Systems

Naval Systems

Block- und Sektionsbau bestimmen Prozessarchitektur und Standortstruktur.

  • Modularisierte Vormontage mit klar definierten Übergabepunkten
  • Schwerlast- und Außenlogistik als integraler Bestandteil des Fabrikkonzepts
  • Hohe Tragreserven und Verzahnung von Hallen- und Dockinfrastruktur
Land Systems

Land Systems

Serien- und Variantenfertigung treffen auf robuste Produktarchitekturen.

  • Materialflussorientierte Montage mit skalierbaren Linien- oder Inselkonzepten
  • Hochlauffähige Produktionsstruktur bei variablen Stückzahlen
  • Belastbare Industrieböden und erweiterbare Hallenachsen als strukturelle Grundlage

Erfolgsfaktoren für den Aufbau
exzellenter Defence-Produktionen

Diskrete Fertigung ist auch in der Verteidigungsindustrie das prägende Produktionsparadigma. Auf Basis unserer langjährigen Industrialisierungskompetenz übertragen wir bewährte Strukturen und Methoden gezielt auf den Kapazitätsaufbau im Defence-Sektor. Leistungsfähige Defence-Standorte zeichnen sich dabei durch folgende Faktoren aus:

Klare industrielle Zielstruktur

Definition der Rolle des Standorts innerhalb des Werkeverbunds und eindeutige Abgrenzung von Fertigungstiefe und Leistungsumfang.

Systembezogene Fabrikarchitektur

Ableitung von Layout, Materialfluss und Montagekonzept aus Produktlogik und Integrationsanforderungen.

Baulich vorbereitete Skalierbarkeit

Tragwerks-, Flächen- und Infrastrukturkonzepte mit strukturellen Erweiterungsoptionen.

Industrialisierung komplexer Prozesse

Stabilisierung diskreter Montage- und Integrationsabläufe durch klare Wertstromstruktur.

Robuste Produktionslogistik

Synchronisation von Beschaffung, interner Logistik und Montage zur Sicherung der Lieferfähigkeit.

Im Rahmen der Planung unterstützen wir Sie bei der Operationalisierung dieser Erfolgsfaktoren, abgestimmt auf Ihre spezifische Systemlandschaft und Standortstrategie. Metroplan sorgt dabei für die optimale Verzahnung von Fabrik- und Gebäudeplanung und schafft die strukturellen Voraussetzungen für skalierbare und belastbare Produktionskapazitäten.

Klingt relevant für Ihre aktuelle Standortentwicklung?

Dann lassen Sie uns ins Gespräch kommen 

Über den Autor

Kontakt

Ihre Ansprechpartner

Simon Vehof

Business Development Manager

Matthias Göke

Geschäftsführender Gesellschafter

Nach oben scrollen