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Wann externe Beratung sinnvoll sein kann

Fehlteile trotz hoher Bestände oder knappe Lager- und Pufferflächen können Anlass sein, Ihre Beschaffungslogistik neu auszurichten.

Ob Sie die Aufgaben intern bearbeiten oder eine Beratung einbeziehen, hängt vom Stand Ihres Vorhabens sowie den verfügbaren Kompetenzen und Kapazitäten ab. Maßgeblich ist, ob Sie zunächst Ursachen und Ziele klären, ein Versorgungskonzept entwickeln oder die Umsetzung vorbereiten möchten. Unsere Projekterfahrung zeigt, dass externe Unterstützung insbesondere dann sinnvoll sein kann, wenn Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge unklar sind, eine strukturierte methodische Herangehensweise benötigt wird oder Veränderungen über mehrere Fachbereiche hinweg koordiniert werden müssen.

Bei der Wahl einer Beratung kommt es darauf an, welche fachlichen Anforderungen sie zusammenführen kann und welche Ergebnisse Sie für Ihre Entscheidung benötigen. Ein ganzheitlicher End-to-End-Blick auf die Materialflüsse und ihre Wechselwirkungen ist dabei ebenso entscheidend wie die Verbindung von Supply-Chain-Expertise und Erfahrung mit operativen Fabrikabläufen – insbesondere, wenn Bestände, Materialversorgung und Flächenplanung ineinandergreifen.

Beschaffungslogistik und Fabrik gemeinsam betrachten

Metroplans Beschaffungsberatung für produzierende Unternehmen verbindet Expertise im Supply Chain Management mit Prozess- und Materialflusserfahrung aus operativen Fabrikabläufen. Supply-Chain-Beratung, Operational Excellence und Fabrikplanung greifen dabei ineinander, um die Auswirkungen von Beschaffungsentscheidungen auf den Fabrikbetrieb zu beurteilen.

Wir betrachten die Beschaffungslogistik vom Lieferanten bis zum Wareneingang im Zusammenhang mit Warenprüfung, Lagerung und Produktionsversorgung als einen Hebel, um Wirkung auf Ihre gesamte Fabrik zu erzeugen. Dabei berücksichtigen wir auch die Informationsübergaben und Verantwortlichkeiten zwischen den beteiligten Fachbereichen. So lassen sich Anforderungen an Bestände und Lieferprozesse mit den räumlichen und organisatorischen Bedingungen im Werk abstimmen.

Bei einem Fabrikneubau fließen diese Anforderungen früh in Layoutplanung und Dimensionierung ein. In bestehenden Fabriken berücksichtigen wir die vorhandenen Strukturen und planen die Umsetzung im laufenden Betrieb.

Einblicke in unser Beschaffungsmanagement

Christian Riedl zählt zu den führenden Fachleuten im Bereich Beschaffungslogistik und Supply Chain Management für Produktionsunternehmen. Mit langjähriger Erfahrung in leitenden Funktionen – darunter Verantwortung für Einkauf, operative Steuerung und die gesamte Wertschöpfungskette in verschiedenen Industrieunternehmen – verfügt er über tiefes Praxiswissen aus der Betreuung zahlreicher Werke.

Heute unterstützt er Metroplan als Director und bringt seine umfassende Expertise ein, wenn es darum geht, Produktions- und Lieferketten effizient, resilient und zukunftssicher auszurichten.

Flächen- und Bestandsentscheidungen wirtschaftlich einordnen

Die folgenden Use Cases zeigen, wie unsere Beschaffungsberatung Flächenbedarf und Kapitalbindung beeinflussen kann: anhand eines konkreten Fabrikprojekts und unseres Ansatzes zur Bestandsoptimierung.

Use Case 1 

Montagefläche gewinnen und Erweiterung vermeiden


In einem Fabrikprojekt war eine Erweiterung vorgesehen. Durch die Optimierung der Beschaffungslogistik konnte der Logistikflächenbedarf reduziert und die verfügbare Montagefläche erhöht werden. Damit entfiel die geplante erste Ausbaustufe. Wir bewerten den wirtschaftlichen Vorteil anhand der vermiedenen Erweiterungsinvestitionen und der erforderlichen Umbau- und Umstellungskosten.

Industrielle Fertigungsmaschinen arbeiten entlang geordneter Produktionslinien, während mobile Einheiten Gänge passieren und Monitore Statusdaten zeigen; weitläufige, hell beleuchtete Fabrikhalle mit hoher Decke, Stützen, Fördertechnik und gelben Sicherheitsmarkierungen.

Use Case 2 

Kapitalbindung durch bedarfsgerechte Bestände reduzieren

Bei hohen Beständen prüfen wir, welche Materialien über den tatsächlichen Bedarf hinaus bevorratet werden. Bedarfsgerechte Bestandsreichweiten und angepasste Liefermengen ermöglichen den Abbau nutzbarer Überbestände unter Berücksichtigung erforderlicher Versorgungspuffer. So lässt sich Kapital freisetzen und der Cashflow verbessern. Diese Kapitalfreisetzung bewerten wir getrennt von laufenden Kosteneinsparungen, die zusätzlich das EBIT verbessern können.

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Beschaffungsmodelle im Beratungskonzept einordnen

Ein Versorgungskonzept sollte nachvollziehbar begründen, welches Beschaffungsmodell zu welchen Materialien passt. Für die Bestandsoptimierung betrachtet Metroplan Verbrauch, Wiederbeschaffungszeiten, Lieferfähigkeit und Produktionskritikalität. Eine ABC-/XYZ-Analyse und die Bewertung von Lieferantenrisiken helfen, die Materialien zu strukturieren. Daraus leiten wir geeignete Beschaffungsmodelle und bedarfsgerechte Bestandsreichweiten ab.

Die Übersicht zeigt, unter welchen Voraussetzungen die einzelnen Ansätze infrage kommen. Je nach Materialgruppe lassen sie sich kombinieren.

Bedarfsgerechter Abruf

Einzelbestellungen decken konkrete Aufträge ab.

Voraussetzungen und Einordnung

Bei ausreichend planbaren Bedarfen und stabilen Lieferprozessen kommen Just-in-Time oder eine Anlieferung in Produktionsreihenfolge, Just-in-Sequence, infrage.

Verbrauchsgesteuerter Nachschub

Kanban oder Meldebestände lösen Nachschub aus.

Voraussetzungen und Einordnung

Voraussetzung sind geeignete Verbrauchsmuster, verlässliche Wiederbeschaffungszeiten und passende Behälter- oder Bestellmengen.

Vendor Managed Inventory

Der Lieferant steuert den Nachschub innerhalb vereinbarter Grenzen.

Voraussetzungen und Einordnung

Dafür braucht er verlässliche Bestands- und Verbrauchsdaten sowie klar geregelte Verantwortlichkeiten.

Gezielte Bevorratung

Bei kritischen Materialien oder schwankender Versorgung können Puffer erforderlich sein.

Voraussetzungen und Einordnung

Ihre Höhe wird aus Bedarf, Wiederbeschaffungszeit und Versorgungsrisiko abgeleitet und regelmäßig überprüft.

Lösungsansätze und Leistungsumfang gemeinsam bewerten

Für den Vergleich von Beratungsangeboten sind unterschiedliche Aspekte maßgeblich für die Entscheidung für ein Angebot.
Zum einen kommt es auf die methodische Herangehensweise und den ganzheitlichen Blick auf die Beschaffungslogistik an. Entscheidend ist, ob Ursachen und Wechselwirkungen systematisch analysiert, Beschaffungsprozesse, Materialversorgung und Fabrikanforderungen übergreifend betrachtet und daraus umsetzbare Maßnahmen abgeleitet werden. 
Zum anderen ist wesentlich, wie die vorgeschlagenen Maßnahmen wirtschaftlich bewertet werden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollten hinsichtlich ihres erwarteten Nutzens, der erforderlichen Investitionen und des Umstellungsaufwands bewertet werden.

Ein belastbares Angebot benennt zudem die vorgesehenen Analysen und Planungsergebnisse, die zugrunde gelegten Annahmen sowie die Verantwortlichkeiten bis zur Umsetzung. So lässt sich beurteilen, welche Leistungen intern erbracht werden und wo zusätzliche Unterstützung erforderlich ist.

Die folgenden Fragen helfen, die benötigten Leistungen und Zuständigkeiten abzugrenzen.

Interne Fachbereiche

Welche Aufgaben lassen sich mit den vorhandenen Daten, Methoden, Kompetenzen und personellen Kapazitäten eigenständig bearbeiten?

Beratung und Planung

Welche Analysen und Planungsergebnisse werden benötigt, um Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge transparent zu machen, Wechselwirkungen entlang der Supply Chain und Fabrikanforderungen gemeinsam zu bewerten und ganzheitliche Lösungskonzepte zu entwickeln?

Logistik­dienstleister

Kommt die Übernahme operativer Aufgaben in Betracht, und welche Anforderungen an Versorgung, Schnittstellen und Steuerung wären dafür zu vereinbaren?

ERP- und System­spezialisten

Welche Systemanpassungen ergeben sich aus dem geplanten Konzept, und wie werden sie mit den Fachbereichen abgestimmt?

Technologie- und Automatisierungs­anbieter

Welche technischen Lösungen werden zur Optimierung von Lagerung, Materialfluss und Bereitstellung benötigt und wie lassen sich diese in bestehende Prozesse und Strukturen integrieren?

Mit dem Quick-Check den Beratungsbedarf konkretisieren

Der Quick-Check hilft Ihnen, den Umfang weiterer Beratung und Planung einzuschätzen. Gemeinsam mit Einkauf, Logistik und Produktion prüfen wir die Ausgangssituation in acht Handlungsfeldern. Sie erhalten eine strukturierte Einschätzung und priorisierte Maßnahmen als Grundlage, um Verantwortlichkeiten und nächste Schritte festzulegen.
Die Handlungsfelder und unser Vorgehen von der Analyse bis zur Umsetzung finden Sie hier: Beschaffungsmanagement für produzierende Unternehmen

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FAQs zur Auswahl und Beauftragung

Welche Projekterfahrungen sind für die Auswahl relevant?

Relevant sind Projekte mit vergleichbaren Anforderungen an Materialversorgung, Bestände und Fabrikstrukturen. Dokumentierte Arbeitsergebnisse sollten erkennen lassen, welche Veränderungen geplant wurden, wie ihre wirtschaftlichen Auswirkungen bewertet wurden und welche Aufgaben die Beratung bei der Umsetzung übernommen hat.

Sollten Beschaffungslogistik und Fabrikplanung gemeinsam vergeben werden?

Entscheidend ist eine abgestimmte Planung von Liefermengen, Bestandszielen, Anlieferintervallen und den daraus folgenden Anforderungen an die Fabrik. Eine gemeinsame Vergabe kann diese Abstimmung unterstützen. Bei getrennter Beauftragung sind Datenübergaben, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten zwischen den Beteiligten zu klären.

Kontakt

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Porträt einer Person mit rasiertem Kopf und kurzem Bart, blickt direkt in die Kamera; trägt dunklen Rollkragenpullover; heller, moderner Innenraum mit unscharfem Fenster im Hintergrund.
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